Ich wurde in einer Kleinstadt in Thüringen geboren und

bin dort aufgewachsen. Mit 18 Jahren habe ich den idyllischen Landstrich zwischen Bergen und Tälern verlassen und bin nach Dresden gegangen, um Germanistik, Kunstgeschichte und Pädagogik zu studieren.

Das Leben in der Großstadt hat mich fasziniert und als sich nach meinem Studium die Chance ergab, in Berlin eine Anstellung zu finden, habe ich sie ohne zu zögern ergriffen. Nun lebe ich seit mehr als 30 Jahren in Berlin.

 

Wann immer ich es neben Familie und Beruf ermöglichen konnte, habe ich geschrieben, um das Leben festzuhalten. Nachdem meine Töchter flügge geworden sind und das Haus verlassen haben, habe ich endlich Zeit und Ruhe gefunden, mich ganz und gar meinem Hobby zu widmen. 

10 Fragen an die Autorin


Wann wusstest du: Ich möchte Autorin werden, meine Geschichten mit der Welt teilen ?

 Noch würde ich mich gar nicht als richtige Autorin bezeichnen. Es erscheint ja erst mit zweiter Roman ;-)

Aber nichts desto trotz habe ich schon immer geschrieben: erst als junges Mädchen in mein Tagebuch, später

dann für die berühmte Schublade, in der ich alle Höhen und Tiefen, alle wichtigen und nichtigen Ereignisse meiner Familie aufbewahre, und dann hatte ich ein einschneidendes, sehr persönliches Erlebnis, das mich nicht eher ruhen ließ, bis ich diese Geschichte zu Papier gebracht hatte. Dass ich dafür ("Ich wollte immer nur dich") einen Verlag und ein interessiertes Publikum gefunden habe, war mein größtes Glück :-)

Nun hoffe ich, dass meinen ersten beiden Büchern noch ein paar weitere folgen werden.

 

Wie reagiert deine Umwelt auf deine Bücher?

Neugierig, interessiert, wohlwollend, aber da ich Geschichten schreibe, die ich meinem unmittelbaren Erleben entnehme, fragen Freunde und Bekannte auch immer mal wieder hoffnungsvoll oder ängstlich nach, ob sie in meinen Büchern vorkommen ;-)

 

Deine größten Kritiker?

Meine beiden Töchter und einige Freundinnen. Aber meist feile ich selbst so lange an den Texten herum, bis ich damit zufrieden bin. Schreiben ist eine einsame Angelegenheit, zumindest für mich.

 

Was inspiriert dich?

Das Leben!

Man sagt, das Leben schreibe die besten Geschichten selbst, und das kann ich nur bestätigen. Es genügt ein kleiner Auslöser, etwas, was ich sehe, höre oder selbst erlebe, und sofort habe ich eine Geschichte im Kopf.

Vielleicht mal ein Beispiel: In einem Buch, dass ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen hatte, fand ich fast auf jeder Seite Benutzungsspuren. Da hat es nicht lange gedauert und ich hatte eine Geschichte im Kopf, was der vermeintlichen Person, die das Buch vor mir gelesen hat, alles widerfahren sein musste, um diese Spuren zu hinterlassen. - An dieser Geschichte schreibe ich gerade, sie wird mein dritter Roman.

 

Hast du einen Lieblingsschreibplatz?

Schaut selbst!

Ein breites Fensterbrett in der letzten Abendsonne mit Blick auf den Park.

Dann brauche ich nur noch meinen Laptop auf den Knien und schon kann es losgehen.

Gibt es auch die berühmt berüchtigten Schreibblockaden?

Leider allzu oft :-(

Was habe ich nicht schon alles ausprobiert, um die Szenen und Figuren, die mir hoffnungslos durcheinander geraten waren, wieder in den Griff zu bekommen.

Zum Glück hat es bisher immer irgendwie geklappt.

 

Liest du selbst auch gerne?

Ja, natürlich.

Wer schreiben will, muss lesen, um im Metier zu bleiben, um den Bezug nicht zu verlieren.

Aber ich lese natürlich auch, weil es mir Spaß macht,

mich vom Alltag ablenkt, mich zur Ruhe kommen lässt.

 

Was würden wir denn in deinem Bücherregal finden?

Von Biografien über Frauenromane, Garten- und Kochbücher, bis hin zu Reiseberichten und Bildbänden,

aber auch das eine oder andere Jugendbuch.

Was ich nicht lese, sind Krimis, die schaue ich lieber im Fernsehen ;-)

 

Literarische Zukunftspläne?

Unbedingt! Und ganz viele!

 

Auf was dürfen wir uns als nächstes freuen? 

"Auf fremden Spuren" erzählt die Geschichte von Erika, die allein in einem kleinen Häuschen am Stadtrand von Berlin lebt. Ihr Mann ist gestorben, die Tochter lebt in Australien und hat jeglichen Kontakt zu ihr abgebrochen.

Erika flüchtet sich in die Scheinwelt der Bücher, um ihrer Einsamkeit zumindest für ein paar Stunden am Tag zu entgehen. Dabei gerät sie in eine Geschichte, die ihr Leben grundlegend verändern wird.